pilaSession 4 – „Deine bewegte Achtsamkeitspraxis“

Ein pilatesbasiertes Training unter dem Aspekt der Verbindung von Körper, Geist und Seele

Herzlich Willkommen zur 4. Woche und vierten Trainingsstunde Deines pilaME Pilatestrainings! Heute steht Dein Geist im Mittelpunkt der Stunde. Vielleicht rollst Du grad mit den Augen. Vielleicht lehnst Du Dich aber auch ganz zufrieden zurück und freust Dich auf die folgende Einheit, da Du Dich schon immer mal mit dem Thema beschäftigen wolltest oder schon erste Erfahrung zu dem Thema gemacht hast. Vielleicht weißt Du auch, was für besondere Auswirkungen es auf unseren Körper hat, wenn wir ihn bewusster und achtsam wahrnehmen. Vielleicht kennst Du oder erinnerst Dich an das gute Gefühl, nachdem Du eine Trainingseinheit absolviert hast?

Infobox

„Es ist der Geist, der sich den Körper baut“

– Friedrich Schiller –

Ein Zitat von Friedrich Schiller und gleichzeitig das Lieblingszitat von Joseph H. Pilates, dem Entwickler der Pilatesmethode und Christinas „Lehrmeister“ im Blick auf funktionelle Bewegungen des menschlichen Körpers. Die Idee von Joseph H. Pilates: Joseph Hubertus Pilates, in Mönchengladbach geboren (1883-1967) entwickelte seine Methode in den Anfängen des 20. Jahrhunderts und war für diese Zeit schon sehr fortschrittlich im Denken der körperlichen Funktionalität und deren Zusammenhänge. Das, was wir heute unter Begriffen wie „Core-Training“, „Functional-Training“ formulieren, vermittelte Joseph Pilates in seinem Studio in New York City schon in den späten 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts, unter dem Begriff „Contrology“. Da er sich ebenfalls mit Methoden des Yogas und der Zen-Meditation auseinandersetzte, öffnete sich auch sein Blick für das, was wir heute unter dem Thema Achtsamkeit (engl. mindfulness) und Fokussierung mehr und mehr versuchen, wieder in unserem Leben zu integrieren. Wie so oft im hektischen Alltag, schenken viele von uns ihrem Körper meist erst Beachtung, wenn er auf einmal mit Verletzungen oder gar Krankheitssymptomen reagiert. Denn unser Körper hat doch einfach zu funktionieren oder muss er einfach funktionieren. Kommt Dir das bekannt vor? Dass derartiges Leben auf Dauer nicht gesund und wohltuend sein kann, ist Dir bestimmt auch klar. Aber manchmal ist man einfach in der Mühle gefangen und findet keinen Moment auszusteigen oder die Stopp-Taste zu drücken. Dabei kennen wir alle Sätze wie „die Last auf unseren Schultern tragen“. Lass uns daher gemeinsam schauen, welche Abläufe dabei im Körper passieren.

Worum geht’s heute? Deine Wahrnehmungsfähigkeit

Den ganzen Tag stürzen verschiedene Reize auf uns und unseren Körper ein. Neben unserem täglichen Leben mit Verpflichtungen und Wünschen in Job, Familie, Freunden und eigenen Bedürfnissen, hören, sehen, schmecken, riechen und fühlen wir 24 Stunden, 7 Tage die Woche.
Wohin führt uns das? Was bedeutet wahrnehmen überhaupt? Achtsamkeit – was ist das? Und was haben unsere Körperbewegungen oder gar Muskeltraining damit zu tun? Diese Fragen beantworten wir Dir heute.
Wir freuen uns, Dich auf diese spannende Reise mit dem Ziel „Gesund bleiben“ mitnehmen zu dürfen. Unsere Prävention macht auch Dich für den Alltag stark. Mit diesen Übungen werden wir gemeinsam Deine Achtsamkeit und Wahrnehmung auf Dich schulen.

Dabei ist es auch Dein Körper, der als wirklich guter Stressdetektor funktioniert und es nicht nur deswegen verdient, mehr beachtet zu werden. Dein Körper gibt Dir zudem die Möglichkeit, sofort in der Gegenwart zu sein. Du wirst merken, je öfter Du Dich z.B. auf das Bild einlässt, „Deinen Kopf von einem Ballon getragen zur Decke gleiten zu lassen“, desto öfter wirst Du bewusst oder auch irgendwann unbewusst daran denken und Dich automatisch aufrichten. Außerdem kann Dich jede Bewegung, die Du zum Beispiel mit dem Atem achtsam begleitest, mit dem jetzigen Augenblick verbinden. Das wird Dich merklich ruhiger werden lassen. Lässt Deinen Stress reduzieren. Lässt Dich bewusster wahrnehmen. Lässt Dich der Hektik des Alltags entfliehen. Erinnerst Du Dich noch an unsere Trainingseinheit mit dem Fokus auf den Atem vor 2 Wochen? Vielleicht praktizierst Du den Alltagstipp noch immer und stellst fest, dass Dich bewusstes Atmen ruhiger und fokussierter werden lässt?

Die Welt der Wahrnehmung

Dein Körper ist ein sehr sensibles Wahrnehmungsorgan. Du kannst die Welt mit all’ Deinen Sinnen wahrnehmen: Du spürst beispielsweise den Wind auf Deiner Haut oder den Sand unter Deinen Füßen. Du reagierst auf Geräusche und weichst aus, wenn Dir etwas im Weg steht (sehen). Du riechst den Duft oder schmeckst das frischgebackene Brot. Du reagierst mit dem Hochziehen Deiner Schultern, wenn Du beispielsweise unter Anspannung gerätst.

Dies alles ist nur möglich, weil jeder Bewegung dabei die sensomotorische Wahrnehmung zugrunde liegt. Deine Sinnesorgane (Augen, Nase, Mund, Ohren, Haut) nehmen die jeweiligen Reize auf. Diese werden dann im Gehirn und Rückenmark weiter verarbeitet und als motorische Bewegung beantwortet. Jede Bewegung stellt somit eine Antwort auf einen äußeren oder inneren Reiz dar. Eine stetige Verarbeitung dieser Reize führt zu einer verbesserten Wahrnehmungsfähigkeit für Dich und Deinen Körper.

 

Beim pilaME Training begleiten wir jede unserer Bewegungen mit der Atmung. Verbinden uns dadurch mit der Gegenwart und lösen uns aus dem Strom der Gedanken. Damit können wir achtsamer und wahrnehmender werden.
Wir schulen beim Training also nicht nur unsere Muskeln, sondern auch unseren Geist.

Die Wirkungen der pilaME Körperwahrnehmungs-Übungen:

  • Verbesserte Achtsamkeit und Wahrnehmung für den eigenen Körper
  • Verbesserte Wahrnehmungsfähigkeit für Anspannungs- und Entspannungszustände der Muskulatur
  • Erfahrung von Körpergrenzen, der Körperbalance und beider Körperhälften

Warm – Up

Vor Deiner pilaSession führe mit uns gemeinsam ein allgemeines Warm – Up durch! So kommt Dein Herz-Kreislauf-System in Schwung, Dein gesamter Körper ist wunderbar erwärmt und Du kannst optimal vorbereitet mit der Trainingseinheit auf der Matte weitermachen.

pilaSession 4 – Weiter so!

Hier kannst Du Deine Trainingsunterlagen runterladen

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Dein pilaME – Alltagstipp

Verbinde Dich einfach täglich für einige Minuten mit Deinem Atem und nimm’ ihn wahr, ohne ihn zu bewerten. Wenn Du diese kleine Übung regelmäßig anwendest, wirst Du spüren, wie sich Dein Körpergefühl verändert und Du Dich zu fokussieren lernst.

Einatmen – Ausatmen

Dabei erlaube Dir ruhig auch andere Gedanken im Kopf. Lass diese kommen und gehen. Aber setze Deinen Atem als gedachten Anker, zu dem Du immer wieder zurückkehrst.

Einatmen – Ausatmen

Quiz

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