pilaSession 5 – „Was der Kopf mit Deinen Schultern zu tun hat“

Ein pilatesbasiertes Training zur Vermittlung der Ausrichtung von Kopf, Hals und Schultern

Herzlich Willkommen zur 5. Woche und fünften Trainingsstunde Deines pilaME Pilatestrainings! Erinnerst Du Dich noch an das Bild des schmerzenden Nackens, als wir uns in der 3.  Einheit mit unseren Muskeln auseinandergesetzt haben? Damals haben wir beleuchtet, dass es Muskeln gibt, die in ihrem Aufbau und ihrer Funktion eher zum Halten gemacht sind und andere Muskeln, die eher als gute Beweger funktionieren. Heute stehen deswegen Deine Schultern im Mittelpunkt der Stunde! Sie sind ein perfektes Beispiel, warum gut ausbalancierte Muskulatur zu Schmerzfreiheit führt.

Infobox

Deine Arme bestehen aus dem Oberarmknochen, dem Unterarm (bestehend aus der knöchernen Elle & Speiche), als auch Deinen Händen mit ihrer Vielzahl an Handwurzel- und Fingerknochen. Die Gelenke Deines Armes sind notwendig um den Arm zu bewegen und Tätigkeiten auszuführen. Dein Arm ist dabei über das Schultergelenk mit dem Rumpf verbunden. Dein Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, das sich zwischen dem Kopf Deines Oberarmknochens und der dazugehörigen Gelenkpfanne bildet. Die Besonderheit des Schultergelenkes ist, dass diese beiden Gelenkpartner keine gute knöcherne Passgenauigkeit (Kongruenz) besitzen. Der knöcherne Schulterkopf ist größer als die Schulterpfanne, die ihn umschließt. Damit ist unsere Schulter zwar sehr beweglich. Benötigt deswegen aber umso mehr gut trainierte und im Gleichgewicht ausgebildete Muskeln. So wird der Schulterkopf dann in der Pfanne gehalten und positioniert und Du kannst Deine Arme optimal bewegen. Was braucht eine balancierte Schulter? Schauen wir uns dafür unbedingt die Muskeln an, die dabei auf Deine Schulter einwirken:

Muskeln, um die Schulter selbst (sogenannte Rotatorenmanschette mit 4 Muskeln und Muskeln im Bereich des Armes) Muskeln, im Bereich der Schulterblätter  (dazu zählen auch Muskeln des Nackens und des Brustbereiches) Muskeln, die im Rückenbereich sitzen (dazu zählt auch die große Rückenfaszie und Gesäßmuskulatur)

Du siehst also wieviel Verbindung Deine Schulter, allein über die Muskulatur, zu den Schulterblättern, der Wirbelsäule und zu Deinem Becken hat.    

Worum geht’s heute? Beweglichkeit und Stabilität in Deinen Schultern

Warum fühlt es sich beispielsweise wie ein Kraftakt an, den BH über den Rücken zu schließen? Ein Liegestütz zählt für Dich zur absoluten

„DIE – konnte – ich – noch – nie – Übung“!?

Unsere Arme tragen, nehmen hoch, halten. Ohne sie, würden wir bei jeder unserer alltäglichen Tätigkeiten, Unterstützung benötigen.

In dieser Woche geben wir also unseren Armen und Schultern Raum und hinterfragen dabei, welchen Einfluss Kopf, Hals und die Brustwirbelsäule auf unsere Schulterbeweglichkeit und umgekehrt haben. In aktuellen Smartphone-Zeiten macht es Sinn zu verstehen, was mit unserem Körper passiert, wenn wir ständig auf den „Chef“ in unserer Hand blicken. Außerdem klären wir auf, warum der Liegestütz in seiner Umsetzung manchmal so schwer erscheint.
Wir freuen uns, Dich auf diese spannende Reise mit dem Ziel „Gesund bleiben“ mitnehmen zu dürfen. Unsere Prävention macht auch Dich für den Alltag stark. Mit diesen Pilates-Übungen werden wir gemeinsam Deinen Oberkörper in Bestform bringen.

Ein schöner Verursacher kann auch unser Smartphone sein. Für den einen oder anderen von uns ein stetiger Begleiter im Job, als auch privat. Der umgangssprachlich genannte „Handynacken“ Wir checken morgens Mails, lesen die Nachrichten in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Tippen parallel eine SMS, während wir im Büro am PC sitzen. Auf dem Rückweg nach Hause dasselbe Spiel. Unser Blick dabei meist gesenkt und der Kopf, ähnlich eines Schildkrötenhalses, nach vorne geschoben. Das führt zu einer Mehrbelastung in unserer Halswirbelsäule. Eventuell spürbar als Verspannungen im Nackenbereich. Außerdem kommt es zu einer Überlastung der Schulter. Aber die bewegst Du doch gar nicht, denkst Du jetzt vielleicht. Exakt und genau das ist das Problem.

Wenn wir noch genauer hinschauen, erkennst Du, dass Dein Schultergelenk ein Teil einer komplexen Einheit aus 4 Gelenken darstellt:

  • Schultergelenk selbst
  • Brustkorb – Schulterblatt – Gelenk
  • Äußeres Schlüsselbeingelenk
  • Inneres Schlüsselbeingelenk

Diese Einheit wird Schultergürtel genannt und ist mit ihren vielen Knochen, 4 Gelenken, einer Vielzahl aus aktiven Muskeln, Kapseln, zahlreichen Sehnen und Bändern, dafür zuständig, die beste Kongruenz zwischen dem Schulterkopf deines Oberarmknochens und der Gelenkpfanne zu ermöglichen und zu erhalten.

Bei einer derartigen Vielzahl an Muskeln und Gelenken, die alle miteinander in Verbindung stehen, ist diese Einheit ein wahrlich fragiles System. Schon eine dauerhafte Fehlhaltung reicht aus, das muskuläre Gleichgewicht durcheinander zu bringen.

Daher kann uns ein „richtiger“ Liegestütz auch so schwer fallen – es müssen einfach alle Muskelpartner und Gelenke des Schulterbereiches in optimaler Dosis von Muskelkraft und Belastung miteinander arbeiten!

Auch zu wenig Bewegung führt zu einer Mangelversorgung unserer Gelenke und zum Einsteifen. Arthrotische (= entzündliche) Veränderungen im Daumensattelgelenk, Schulter und Wirbelsäule könnten die Folge sein.

Wie so oft gilt auch in diesem Fall immer das Maß der Dinge, die das Problem dann auslösen können.

 

Warm – Up

Vor Deiner pilaSession führe mit uns gemeinsam ein allgemeines Warm – Up durch! So kommt Dein Herz-Kreislauf-System in Schwung, Dein gesamter Körper ist wunderbar erwärmt und Du kannst optimal vorbereitet mit der Trainingseinheit auf der Matte weitermachen.

pilaSession 5 – Bleibe tapfer und motiviert!

 


Hier kannst Du Deine Trainingsunterlagen runterladen

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Dein pilaME – Alltagstipp

Im Stehen oder Sitzen – in neutraler Ausrichtung Deiner Wirbelsäule – auch einfach mal zwischendurch – hebst Du Deine Schultern zu den Ohren an und lässt sie dann fallen. Dein Gesicht und Deinen Kiefer lässt Du dabei entspannt und versuchst die Neutralstellung Deiner Wirbelsäule nicht zu verlieren. Wiederhole dies mehrere Male hintereinander.

 

  • Atme beim Fallenlassen aus.
  • Verändere nach einigen Malen die Übung, indem Du die Schultern mit der Ausatmung aktiv nach unten Richtung Hosentaschen schiebst und ziehst.
  • Spüre dabei die Anspannung in der Muskulatur um Deine Schulterblätter herum.

Quiz

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