pilaSession 7 – „Wer rastet, der rostet“

Ein pilatesbasiertes Training zur Vermittlung der Wirbelsäulenartikulation und Beweglichkeit

Herzlich Willkommen zur 7. Woche und siebten Trainingsstunde Deines pilaME Pilatestrainings! Seit mehr als 6 Wochen bringst Du nun Bewegung in Deinen Körper. Spitze! Heute machen wir genau damit weiter, denn Deine Beweglichkeit steht im Mittelpunkt.  

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Unsere Beweglichkeit definiert sich grundsätzlich erst einmal aus unserer Gelenkigkeit und Dehnfähigkeit. Damit ein Gelenk – egal, ob es sich in der Wirbelsäule, in den Armen, Beinen, Händen oder Füßen Deines Körpers befindet – frei beweglich ist und damit seine volle Bewegungsfähigkeit entwickeln kann, muss es frei sein von Veränderungen. Diese entstehen beispielsweise, aufgrund des Alters, zu einseitigen Körperbelastungen oder zu wenig Bewegung. Auch kann es bei bestimmten Krankheitsbildern zu Situationen im Gelenk kommen, die das Gelenkspiel beeinflussen. Unsere Dehnfähigkeit ist definiert als die Beweglichkeit unseres aktiven Bewegungsapparates, der aus unseren Muskeln, Faszien und Sehnen gebildet wird. Dieser Apparat lässt sich durch verschiedene Dehnungsarten unterschiedlich stark beeinflussen.

Worum geht’s heute? Gesund bleiben durch Beweglichkeit

Viele kennen den Moment: Morgens beim Aufstehen fühlt man sich steif. Der Abstand zwischen Fingern und Boden beim nach vorne Beugen ist unantastbar und unerreichbar. Neidvoll schauen wir kleinen Kindern zu, wie sie sich fast mühelos bewegen und dabei Positionen einnehmen, die wir uns im Geiste nur noch ausmalen. Im Langsitz verweilen – für den einen oder anderen unvorstellbar.

Was aber soll das mit einer gesunden Wirbelsäule zu tun haben? Oder gar ein Zeichen für Gesundheit in unserer Wirbelsäule sein? Was hat ein gutes Gelenkspiel in den Gelenken unseres Körpers für Auswirkungen auf unsere Wirbelsäule?

In dieser Woche schauen wir daher auf unsere Gelenke. Überprüfen welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, damit wir den Boden vielleicht doch wieder – wenigstens mit unseren Fingerspitzen berühren können.

Wir freuen uns, Dich auf diese spannende Reise mit dem Ziel „Gesund bleiben“ mitnehmen zu dürfen. Unsere Prävention macht auch Dich für den Alltag stark. Mit diesen pilaME – Beweglichkeits-Übungen werden wir gemeinsam Deinen Körper geschmeidig machen.

Damit nicht nur Deine Wirbelsäule, sondern Dein gesamter Knochenapparat fit bleibt, benötigst Du ein maximales Gelenkspiel. Maximal bedeutet dabei, dass jedes Gelenk im Körper innerhalb einer bestimmten definierten Bewegungsnorm, beweglich ist. Ein Richtwert ist, dass jeder Mensch seine eigene individuelle Norm mitbringt, die sich aber innerhalb eines allgemeinen und definierten Normbereiches bewegt. Es gibt also Menschen, die von Geburt an beweglicher sind, als andere und trotzdem fallen beide Beweglichkeitstypen in die Norm.

Was aber tun, damit unsere Gelenke geschmeidig funktionieren?

Stell Dir einen Menschen vor, dessen Haltung eher rund und nach vorne gebeugt ist. Dieser Mensch wird Mühe haben, sich gerade aufzurichten. Er nutzt sein Gelenkspiel einseitig. In diesem Fall wird die Streckung nicht mehr maximal genutzt und damit „steift“ das Gelenk allmählich für diese Richtung ein. Es kommt zu einem muskulären Ungleichgewicht, das sich über verspannte Muskeln ausdrückt.

Mit der Zeit kommt es zu einer vermehrten Belastung der Gelenkflächen in dem gebeugten Bereich. Dieses dauerhafte Ungleichgewicht wird zu einer Veränderung dort führen. Eine Arthrose wäre denkbar und im weiteren Verlauf könnten auch Schmerzen hinzukommen. Mit der Folge, dass sich der Mensch noch weniger bewegt und bestimmte Bewegungsrichtungen komplett vermeidet. Er steift damit immer weiter ein.

Das obige Bild beschreibt eine Beugehaltung in der Wirbelsäule, aber auch in der Hüfte und den Schultern.

Manchmal können wir nicht vermeiden, längere Zeit in starren Positionen zu verweilen. Das kann der Flug in den Urlaub sein, ein Arbeitstag, bei dem ein Meeting das nächste jagt oder die Gartenarbeit. Mache es Dir bewusst und belohne Dich und Deinen Körper mit einer extra Portion Bewegung – oft tut auch schon eine Gegenbewegung gut: Viel gesessen – mach einen langen Spaziergang. Oder aber Du gehst einfach vorsichtig in Dehnpositionen hinein und begleitest Dich dabei mit ruhigen Atemzügen.

Warm – Up

Vor Deiner pilaSession führe mit uns gemeinsam ein allgemeines Warm – Up durch! So kommt Dein Herz-Kreislauf-System in Schwung, Dein gesamter Körper ist wunderbar erwärmt und Du kannst optimal vorbereitet mit der Trainingseinheit auf der Matte weitermachen.

pilaSession 7 – Zielgerade, weiter so!

 


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Dein pilaME – Alltagstipp

Eigentlich ist es so einfach. Bleib einfach in Bewegung! Mache regelmäßig den Sport oder die Bewegung, die Dir Spaß macht. Gehe klettern, fahre Rad, gehe schwimmen oder joggen, sprich Deinen Arbeitgeber an und implementiert gemeinsam eine regelmäßige Bewegungs-Trainingsstunde im Büro. In der Gruppe macht Sport ohnehin viel mehr Spaß! Nimm die Treppe statt des Lifts, fahre mit dem Rad zur Arbeit statt mit Bus oder Bahn.

Und einen Moment des Tages nutzt Du zum Roll Down

  • Atme dabei im Stehen ein und rolle Dich abends, bevor Du das Badezimmer verlässt, mit der Ausatmung Wirbel für Wirbel mit aktivierter Mitte vom Kopf beginnend nach unten ab.
  • Atme unten ein und rolle Dich mit der Ausatmung vom Becken beginnend Wirbel für Wirbel wieder auf.
  • Lass die Knie leicht gebeugt.
  • Diese Übung kannst Du gerne 3- bis 5mal wiederholen.
  • Stelle Dir dabei vor, wie Du Dich von einer imaginären oder gerne auch realen Wand abrollst.
  • Aktiviere dabei Deine Mitte und atme.

 

 

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